Streifzüge – Geschichten einer Stadt – Tierpark Aachen

aachener tierparEs ist früher Tag und ich warte vor dem Eingang des Tierparks auf meinen Einlass. Auf der anderen Seite des Tores entdecke ich eine Gruppe Mitarbeiter des Tierparks. Sie scherzen miteinander – lachen, aber das ist nicht das, was mein Interesse geweckt hat. Sie alle strahlen eine Ruhe und Gelassenheit aus, obwohl viel zu tun ist, wie ich später von ihnen erfahre.

Ein Mann löst sich aus dieser Gruppe und begrüßt mich. Es ist der Tierparkdirektor Wolfram Graf-Rudolf.

Er kennt viele Geschichten und nimmt mich zu ihnen mit.

Unsere erste Station ist gleich in der Nähe des Eingangs. Ein typisches Bushaltestellenschild steht an der Punguinanlage. Allerdings ist der Weg zu eng und zu kurvig für jeden Bus. Warum sollte ein Bus überhaupt in die Anlagen des Zoos fahren und wie würde er den Eingang passieren? Herr Graf-Rudolf erzählt, dass er auf seinen Rundgängen eine Frau beobachtet hatte, die genau an der Bushaltestelle scheinbar auf etwas wartete. Nichts dabei denkend, war er weitergegangen. Im Tierpark wird schließlich öfter gewartet! Allerdings entdeckte er genau dieselbe Frau einige Stunden später immer noch am selben Ort. Jetzt war er neugierig geworden und sprach sie an. Entrüstet berichtet sie ihm, dass sie schon seit Stunden auf den Bus wartete.

Das Gepardengehege war unser nächster Halt. Auf diese ist der Tierparkdirektor besonders stolz! Seine jahrelangen Erfahrungen aus Südafrika hatte er hier einbringen können. Oft seien die Gehege für Geparden flach. Geparden bevorzugten jedoch hügelige Savannen in ihrem natürlichen Lebensraum. Sie bevorzugen Bereiche, wo sie sich hinter Gräsern verstecken oder auf Hügeln thronen und den Überblick behalten können. Dem Geparden-Bruderpaar geht es sichtlich gut. An diesem Morgen liegen sie entspannt schmusend am Zaun. Der Zoo hat noch wenig Besucher, erst später, wenn der Zoo sich mit Besuchern gefüllt hat, werden sie sich auf CYMERA_20140327_120139einen der Hügel zurück ziehen.

Am See ist unser letzter Halt. Bis hierhin wurden wir die ganze Zeit von einem neugierigen Gänsepaar begleitet. Ein Eisvogel und ein Pärchen Zwergtaucher sollen sich hier niedergelassen haben. Ob ich sie entdecken kann?

Herr Graf-Rudolf hat scheinbar ein besonders entspanntes Verhältnis zu seinen Tieren aufgebaut. Seine ruhige und selbstsichere Art überträgt sich nicht nur auf seine Mitarbeiter, sondern auch auf die Tiere seines Parks. Bei einem zweiten Besuch staune ich oft über die Gelassenheit und das Vertrauen der Tiere. Selbst das scheue Muntjiak grast nur wenige Zentimeter von den Besuchern entfernt.

Aachener Tierpark – Euregiozoo

Obere Drimbornstrasse 44
52066 – Aachen
fon: +49 (0) 241 – 5 93 85
E-Mail: kontakt@euregiozoo.de
Web: www.euregiozoo.de  

 

Öffnungszeiten:

  • 16.02. – 15.10.   09:00 – 18:30 Uhr  (letzter Einlass 18:00 Uhr)
  • 16.10. – 15.11.   09:00 – 17:30 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)
  • 16.11. – 15.02.   09:00 – 16:30 Uhr (letzter Einlass 16:00 Uhr)

 

Mit der App GeoSurfen kannst Du die Geschichte nachspielen. Für den direkten Link brauchst Du nur auf das Logo klicken: app_icon

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