2. Platz beim Deutschen MultiMedia Preis mb21, einem Kreativwettbewerb mit geosurfen

cc by MedienJuniorCampus in Leipzig

2015, 11-15 , 2. Platz beim Deutschen MultiMedia Preis mb21, einem Kreativwettbewerb für alle bis 25 Jahre

Ich freu mich ja so für das Team 🙂 Herzlichen Glückwunsch

„HERZLICH WILLKOMMEN?!“

Katja Röckel und Team aus Leipzig (Durchschnittsalter: 13 Jahre)

Kinder und Jugendliche bieten einen interaktiven Stadtruntgang, ähnlich einer Geocaching Tour, für Flüchtlinge und andere Interessierte an. Hinweise für diesen Rundgang werden in einem Onlinetool zur Verfügung gestellt.

(Ich berichtete im Artikel: „GeoSurfen im Einsatz des MediaJuniorCampus Leipzig im Rahmen der Visionale„)

Laudatio der Jury:

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, neu in einer Stadt zu sein: Manchmal wechseln die Eltern den Job, manchmal besucht man die Stadt als Tourist und manchmal muss die ganze Familie die Heimat verlassen und in ein anderes Land fliehen. Immer jedoch ist alles erst einmal fremd. Um den Neuankömmlingen zu helfen, die neue Heimatstadt Leipzig kennenzulernen und sich dort zurechtzufinden, haben Jugendlichen ein Geo-Surf entwickelt. Mit dieser App werden neben Sehenswürdigkeiten auch wichtige Anlaufstellen zum Deutschlernen, wie beispielsweise die Volkshochschule, vorgestellt. Darüber hinaus zeigen die Jugendlichen auch gesellige Orte auf, in denen man mit Mitmenschen in Kontakt kommen kann. Dabei ist die App übersichtlich, leicht zu bedienen und sogar auf Englisch erhältlich. Die Jury überzeugte die Idee und das große Engagement der Jugendlichen, neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihre Stadt zu zeigen und somit bei der Integration zu helfen. Ein großen Applaus für den 2. Platz in der Kategorie 11-15 Jahre und: Herzlich willkommen!

Hier kommst Du zur App:

Projekt: Herzlich Willkommen?!

Laudatio

Trailer

„Stolpersteine und Pfade der Vernichtung jüdischen Lebens in Duisburg“ – Spur aufnehmen mit GeoSurfen

Wave: Spurensuche

Wave: Spurensuche

Das Projekt soll die Geschichte der Duisburger Juden und deren Vertreibung und Ermordung an der Hand von Orten „sichtbar“ zu machen. Die Wave wurde im Geschichtsunterricht des Steinbart-Gymnasiums mit den Schülern der Klasse umgesetzt.

Umsetzung:

Es entstanden zwei Waves mit den gleichen Stationen, wovon die eine jedoch im Uhrzeigersinn und die andere gegen den Uhrzeigersinn abgelaufen werden kann. Die Idee dahinter war, einer Klasse mit vielen Schülern, bzw. einer großen Gruppe, die Möglichkeit zu geben diese Inhalte zu erspielen, ohne, dass es für einen Teil der Gruppe langweilig wird. Aus diesem Grund, können den Spielern auch verschiedene Aufgaben mitgegeben werden, die diese Tour noch einmal für die Spielenden abwechslungsreicher, interaktiver und intensiver gestaltet. Ebenso kann das Erspielen der Inhalte in Form eines Wettbewerbes zwischen den Gruppen erfolgen.

Die Umsetzung erfolgte durch die Schüler. Sie machten sich mit der zugrundeliegenden Technik vertraut, suchten die einzelnen Stationen auf und recherchierten im Internet und im Stadtarchiv. In Gruppen erfolgte die konkrete Umsetzung der Inhalte an den Stationen, die Rätselentwicklung, das storytelling und die mediale Aufbereitung der Inhalte.

Wave: Spurensuche

Mosaik (Stolperstein-Kartierung)

Mosaik (Stolperstein-Kartierung)

  • allgemeine Beschreibung: Wieder hören wir die Glocken der Kirche, die am Ende des Platzes steht. Es ist sechs Uhr morgens und ein neuer Tag beginnt. Unsere jüngste Lea hatte die Nacht mal wieder nicht schlafen können, weil sie Alpträume hatte. Vor einer Woche wurden unsere Nachbarn inhaftiert und von da an plagt sie sich mit schrecklichen Alpträumen. Immer wieder wacht sie schweißgebadet auf, mit der Angst, dass uns dasselbe (wie unseren Nachbarn) wiederfahren könne. Doch sie ist nicht die einzige, die schreckliche Angst hat.

Diese Tour besteht aus 12 Stationen. Sie vermittelt euch einen Eindruck über

Stolperstein: Manass Neumark

Stolperstein: Manass Neumark

unser Leben, unsere Ängste und unser Schicksal. In dieser Tour kann eine große Gruppe aufgeteilt werden. Dabei erkundet ein Team die Tour in umgekehrter Reihenfolge.

Ein Team startet bei der „Spurensuche“, das andere hingegen bei der „Spurensuche (Spiegelung)“. Es kann auch ein Wettbewerb daraus gestaltet werden (nach Zeit; Fotoaufgaben, ordnet die Aussagen an den Stationen den Familienmitgliedern Sonnenberg zu, etc…).

  • Zeitaufwand: etwa 2 h (Innenstadt)

Erinnerungsroute:

Erinnerungsroute

Erinnerungsroute

  1. Duisburger Hauptbahnhofs: Stolperstein-Kartierung am Ostausgang
  2. in der Nähe des Hauptbahnhofs: Mahnmal zu Erinnerung an die Deportation jüdischer Kinder aus Duisburg
  3. Stadttheater: Dort kam es im März 1933 (im Rahmen der sog. „Judenumzüge“) zur Demütigung des Vorstehers der ostjüdischen Gemeinde Mordechai Jakow Bereisch
  4. Fuldastr. 14: Stolperstein für Rabbiner Manass Neumark
  5. Fuldastr. 1: Standort eines Judenhauses
  6. Kapelle zum Gedenken an die ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde Duisburg inderJunkernstrasse; auf dem Innenhof befindet sich noch ein Fundament-Rest der alten Synagoge

    Mahnmal: Erinnerung an die Deportation jüdischer Kinder

    Mahnmal: Erinnerung an die Deportation jüdischer Kinder

  7. Rabbiner Neumark Weg: Anne-Frank-Mahnmal
  8. Rabbiner Neumark Weg : „Jüdisches Mahnmal“ (Stadtmauer) zum „Gedenken an die Duisburger Synagoge und die Opfer der Verfolgung“
  9. Mahnmal „Gen OSTEN“: Steinblock im Garten der Erinnerung vor der Synagoge
  10. Salvatorkirche: Fenster zum Gedenken an die jüdische Gemeinde Duisburgs und ihrer Synagoge
  11. Universitätsstr. 29: Haus des Hersch Groß, Betsaal der Ostjüdischen Gemeinde
  12. Dellstr. 14: Stolpersteine der Familie Sonnenberg
nag nag

nag nag

Vielen Dank für die Erfahrung 🙂 Inhaltlich habe ich auch wieder jede Menge dazu gelernt. Es hat mir sehr viel Spaß mit euch gemacht, mit euch vergangene Zeiten aus Duisburg zu entdecken. *nag nag*

Vielen lieben Dank für die tolle Organisation an den Projektinitiator: Mediacure 🙂

GeoSurfen im Einsatz des MediaJuniorCampus Leipzig im Rahmen der Visionale

Jugendliche entwickelten im MediaJuniorCampus in Leipzig, in der vergangenen Woche eine eigene interaktive Tour im Rahmen der Visionale. Diese interaktive Tour wurde auf unserer Location based Game- Plattform “GeoSurfen” umgesetzt.

cc by MedienJuniorCampus in Leipzig

cc by MedienJuniorCampus in Leipzig

Die Tour greift das Thema “Herzlich Willkommen” in Leipzig auf. Das Thema hat sich in Leipzig die letzten Jahre aus mehreren Perspektiven in den Vordergrund gedrängt, bspw.:

(CC-BY-SA-EN 2.0|Herzlich Willkommen|Jana Hochberg)

(CC-BY-SA-EN 2.0|Herzlich Willkommen|Jana Hochberg)

Immer mehr Flüchtlinge nimmt Leipzig auf, denen die Orientierung in der Stadt zunächst schwer fällt. Zusammen mit Jugendlichen aus Asylbewerberunterkünften wurde eine Tour erstellt, die ein paar Anlaufstationen aufgreift, die den Neuankömmlingen in der Stadt Leipzig helfen können. Aber auch aus anderen Gründen suchen Menschen in Leipzig ein neue Zuhause. Die Jugendlichen haben dies in ihrer allgemeinen Tourenbeschreibung folgendermaßen zusammengefasst:

In der Tour schlüpfst du in die Rolle eines Touristen, einer Arbeitssuchenden, eines Geliebten, einer Freundin und eines Flüchtlings und lernst unterschiedliche Orte kennen, die beim Ankommen wichtig oder interessant sein könnten.

Innerhalb einer Woche erarbeiteten die Jugendlichen sehr motiviert an der Realisierung dieser Tour. In verschiedenen Gruppen gingen sie einzelnen Aufgaben nach und bereiteten jeweils ein oder zwei Stationen für die sogenannte “Overhead-Gruppe” vor. Dabei entstanden Hörbeiträge, die den Spieler lauschen lassen, sie führten Video-Interviews mit Studierenden durch, schrieben Texte, erkundeten Orte, etc.. Doch dabei blieb es nicht. Sie erstellten auch einen Trailer, Flyer und gaben sogar ein Interview auf mephisto 97.6 (Studentenradio). (Link Interview)

Ich selbst bin von der Qualität der Beiträge sehr beeindruckt.  Auch mit der sogenannten Freiheit, dass Thema bestand zum Projektbeginn lediglich aus der Überschrift “Herzlich Willkommen”, kommen die Jugendlichen scheinbar mühelos zurecht. Treten Probleme auf, findet sich garantiert ein windiger Kopf, der das Problem technisch, wie auch inhaltlich lösen konnte.

Am letzten Tag ging es dann auf zum Testlauf mit ein paar eingeladenen Eltern. Die Jugendlichen waren stolz, aber erkannten auch, dass am Computer einiges viel leichter theoretisch umzusetzen war.

Ich finde ihr habt eine tolle Tour kreiert. :D, die als Vorzeigebeispiel dienen kann!

P.S.

Der TV-Spot ist schon in den Straßenbahnen von Leipzig zu sehen. (nur etwa sechs Wochen online)

P.S.S.

Die Tour ist in englisch und deutsch spielbar.

 

Fragen an Clea Worbs zur Smartphon-Nutzung

Clea Worbs, 27 Jahre, Clea arbeitet seit März 2013 als Jugendbildungsreferentin im Landesbüro. Sie ist für Bildungsarbeit und dort vor allem für den Themenbereich “Geschichte der Arbeiterjugendbewegung” zuständig. Zudem koordiniert sie die Großveranstaltungen der NRW Jusos und betreut die Neumitgliederoffensive.

Clea Worbs, 27 Jahre, Clea arbeitet seit März 2013 als Jugendbildungsreferentin im Landesbüro. Sie ist für Bildungsarbeit und dort vor allem für den Themenbereich “Geschichte der Arbeiterjugendbewegung” zuständig. Zudem koordiniert sie die Großveranstaltungen der NRW Jusos und betreut die Neumitgliederoffensive.

Clea Worbs von der SPD, stellv. Vorsitzende der Jusos Aachen, kandidiert bei der Kommunalwahl 2014 für den Rat der Stadt Aachen im Wahlbezirk 19 „Marschiertor“. Durch ihre Erfahrungen, zum einen als pädagogische Fachkraft in einer Offenen Ganztagsschule und zum anderen als Studentin und wissenschaftliche Hilfskraft der RWTH Aachen, hat Sie Einblicke in welche Richtung sich digitale Medien und Apps die Entwicklung junger Menschen beeinflussen können / bzw. aktuell schon in der Lehre eingesetzt werden.
Vielen Dank für die Antworten auf unsere Fragen 🙂

Frage: Haben Sie eine Lieblingsapp?
Clea Worbs: Meine aktuelle Lieblingsapp ist „Quizduell“. Ich nutze Sie gerne, wenn ich mit dem Bus oder der Bahn unterwegs bin oder Wartezeiten überbrücken muss. Es ist eine kurzweilige Möglichkeit mit Freundinnen und Freunden sein Wissen spielerisch auf die Probe zu stellen und man lernt immer wieder dazu.

Frage: Können Sie sich vorstellen, dass Tablets oder Smartphones im Unterricht eingesetzt werden?
Clea Worbs: Ich kann mir gut vorstellen, dass Tablets oder auch Smartphones gezielt an manchen Stellen in den Unterricht eingebunden werden können. An der RWTH werden beispielsweise schon Umfragen, die per Smartphone abgestimmt werden können, in großen Vorlesungen eingesetzt. Im Unterricht gäbe es gerade auch bei Exkursionen oder Projektwochen vielfältige Möglichkeiten Smartphones oder Tablets zu nutzen, die schon heute zum Alltag vieler Kinder gehören. Dies müsste natürlich immer adäquat von Lehrkräften begleitet werden. Es könnten in dem Rahmen auch das Thema Datenschutz  mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert werden.

Fragen an Lars Lübben zur Smartphone-Nutzung

lars Lübben

Lars Lübben, 40 Jahre, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Senioren und demographischen Wandel in der Städteregion, Kandidat der Grünen für Stadtrat und Städteregionstag

Lars Lübben dem Kandidaten der Bündnis 90 / Die Grünen (Westviertel und Hörn) haben wir ein paar Fragen zu Aachen und seiner Smartphone-Nutzung gestellt:

Frage: Welche Geschichte / persönliches Erlebnis verbindest Du mit Aachen?

Lars Lübben: Mehr als die Hälfte meines Lebens habe ich nun in Aachen verbracht. Und es ist einiges passiert, seit ich zum Studium 1993 hierher gekommen bin. Zu nennen wären hier viele Menschen, die mich auf meinem Weg geprägt haben. Aber es gibt auch ein paar Dinge, die die Stadt ein klein wenig verändert haben und die ich persönlich mit Aachen verbinde, weil ich an ihrer Entstehung mitgewirkt habe. Z.B. gab es damals keine Anlaufstelle speziell nur für lesbisch-schwule Jugendliche und so haben wir die Jugendgruppe bzw. den Jugendtreff Knutschfleck ins Leben gerufen. Schon bald habe ich mich auch politisch engagiert und als Finanzreferent wie Projektleiter im AStA der RWTH war ich an der Einführung des Semestertickets und der späteren Erweiterung auf NRW beteiligt. Und wer weiß, welchen Arbeitgeber ich heute hätte, wenn ich damals die Gründung der Sprachenakademie Aachen nicht von Seiten der Studierendenschaft aus begleitet hätte. Für die jetzt auslaufende Wahlperiode würde ich die Bildung des Zweckverbands Region Aachen nennen wollen, der die regionale Zusammenarbeit der Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg mit Stadt und Städteregion in der Euregio Maas-Rhein auf eine neue Ebene gebracht hat und hoffentlich stärken wird.

Insgesamt bin ich also ganz gerne in Aachen „hängen geblieben“ und es macht mir Spaß, mich hier einbringen zu können.


 

Frage: Wofür nutzt Du Dein Smartphone / Handy und welchen Sinn siehst Du in Apps (einzelne Anwendungen)?

Lars Lübben: Mag sein, dass das etwas altmodisch klingt, aber ich nutze mein Handy überwiegend nur zum Telefonieren und Simsens sowie als Uhr- und Weckerersatz.

Ich sitze und arbeite beruflich viel am Rechner und wenn ich unterwegs bin, dann entweder um persönlich mit Leuten in Kontakt zu treten oder um mich zu erholen. Da benötige ich dann in der Regel keine mobilen Angebote, manchmal würden sie vermutlich sogar ablenken. Und im Fall der Fälle bin ich per Handy erreichbar oder kann selber anrufen bzw. simsen, bspw. wenn ich mich verspäte. Ständig zu posten, wo ich gerade bin oder was ich gerade mache – ich denke, so spannend ist mein Leben dann auch nicht, dass sich jemand dafür interessiert. Außerdem bin ich jemand, der sich ungern zu sehr von dieser Technik abhängig macht. Die wichtigsten Telefonnummern, Busverbindungen und -abfahrtzeiten oder ähnliches habe ich im Kopf und um mich räumlich zurechtzufinden, schaue ich lieber mal auf eine Karte, das trainiert den Orientierungssinn. Aber ich muss gestehen, dass es manchmal ganz praktisch wäre, meinen online geführten Kalender auch mobil verfügbar zu haben, wenn es z.B. um Termine über die kommenden zwei Wochen hinaus geht. Die habe ich dann teilweise doch nicht alle im Kopf.


 

Frage: Hast Du eine Lieblingsapp? Welche ist das und warum setzt Du diese gerne ein?

Lars Lübben: Wenn ich Bus fahre oder auf einen warte, vertreibe ich mir manchmal die Zeit mit dem einen oder anderen Spiel.



Frage: Ich sehe immer wieder Leute, die in jeder Situation zum Smartphone greifen und ihre Emails prüfen oder Nachrichten versenden müssen. Auch in wichtigen Meetings oder bei intimen Treffen werden wir immer wieder von unseren Smartphones begleitet. Was macht Dein Smartphone in diesen Situationen?

Lars Lübben: Ich blicke höchstens mal kurz darauf, um nach der Uhrzeit zu schauen.


Frage: Existiert im Aachener Rathaus eine Regelung für die Smartphone Nutzung während der Rathaussitzungen? Beobachtest Du die Nutzung der Smartphones Deiner Kollegen? 

Lars Lübben: Offizielle Regelungen gibt es meines Wissens weder für die Ratssitzungen noch die Sitzungen des Städteregionstags, dem ich bislang angehöre. Wenn dort gelegentlich ein Mitglied sein Smartphone nutzt, habe ich es bislang nicht als störend empfunden.

 


 

Frage: Kannst Du Dir vorstellen, dass Tablets oder Smartphones im Unterricht eingesetzt werden? Wie könnte so eine Nutzung aussehen?

Lars Lübben: Das wird vermutlich kommen. Ich denke jedoch, dass sie nur eine zusätzliche Möglichkeit in der pädagogischen Methodenvielfalt sein werden. Natürlich sind auch völlig neue Unterrichtskonzepte denkbar, aber solche Veränderungen dauern in unserem Schulsystem mit seinen festen Lehrplänen und traditionellen Lernmitteln meiner Erfahrung nach ziemlich lange.

Außerdem lässt sich in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach die Frage nach der Bedeutung als Statussymbol nicht ausblenden, wenn Tablets oder Smartphones Voraussetzung für die Teilhabe am Unterricht werden sollen.

Sehr viele, aber eben nicht alle Schülerinnen oder Schüler besitzen eins und soziale Ungleichheit macht sich unter Jugendlichen ja leider heute schon daran fest, ob man eins hat und wie neu das Modell ist. Hier sind dann Fingerspitzengefühl und ein sensibler Umgang gefragt.

Vielen lieben Dank für das sehr sympathische Interview und die Zeit, die Du dafür investiert hast :).

 

Every place tell a story – mit dem Wave-Creator (mobil- und webbasiert) eigene Touren erstellen

Mit den Enten im Clara Zetkin Park abhängen und im Bärlauchduft, der im Frühjahr im Auwald wohnt, baden.

Bärlauch im Auenwald von Leipzig

Bärlauch im Auenwald von Leipzig

Mit einem kurzen Ausflug nach Leipzig konnte ich in meiner Freizeit ein paar Tage mit den Leipziger Enten abhängen und sie in ihrer Gelassenheit und Freundlichkeit bewundern.

Der Grund meines Ausflugs war ein Workshop eine Multiplikatorenschulung in Leipzig, die in die GeoSurfen Software einführen sollte. Als Produkt ist sogar eine kleine Testtour entstanden, die unter hier mit einem Klick zu erreichen ist:

 

Einen Leitfaden für eine Wave-Erstellung über den mobilen oder webbasierten Wave-Creator ist in der Präsentation zu finden.

EduCamp im Herbst 2014 in Hattingen

DGB Tagungszentrum Hattingen

DGB Tagungszentrum Hattingen

Die Sonnenstrahlen schmiegen sich an meine Federn. Ein leichter Frühlingswind trägt Blütenduft zu meiner Nase. Der Teich hier ist allerdings winzig und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Bogenschiessanlage, die direkt am Teich endet, persönlich neben soll. Dennoch bin ich begeistert von diesem Ort. Nachts könnte ich hier auf Eule und Fuchs treffen, wenn sie es nicht auf mich abgesehen hätten. Gestern Nacht hatte ich zumindest ihre Einladungen empfangen.

Aber deswegen bin ich nicht hier. Ich begleite hier im DGB Bildungswerk Hattingen das Treffen einiger Menschen, die das nächste EduCamp (03.10.-05.10.2014) ausrichten wollen. Sie diskutieren aufgeregt, lachen, spielen und immer wieder sind sie auf dem Gelände unterwegs. Sie selbst höre ich sagen, dass sie hier vor neuen Möglichkeiten stehen, die Räume sind vielfältig, laden geradezu zum Experimentieren ein. Auch die Menschengruppe fängt bei dem ersten Mittag an mit den Möglichkeiten zu spielen. 48 h durchgängig soll das EduCamp gehen und diesem Ansatz wollen sie streng verfolgen.


Während ich ihnen lausche, komme ich ins träumen. Die Dynamiken, die aus dem EduCamp hinausgetragen wurden, bilden einen Teil des Anfangs von GeoSurfen. Mit educaching und weiteren experimentellen Einsätzen vom geocaching haben sich meine Gründer lange vor meiner Geburt beschäftigt. Jeder Teilnehmer hatte mit seine Ideen diese experimentellen Ansätze ergänzt.
Als die erste Idee ausformuliert war, durfte ich sogar einen Pitch, der dem EduCamp mit dem Motto „Back to the roots – into the learning future“ vorgelagert war meine Gründer beobachten. Ich war so stolz auf sie, dass sie für mich kämpften.

Aber was ist überhaupt ein EduCamp?

Ein EduCamp ist eine offene Tagung (BarCamp), auf der hauptsächlich medienpädagogische Fragen sowie generell auch Formen und Methoden des Lehren und Lernens behandelt werden. Inhaltlicher Schwerpunkt ist dabei zumeist der Einsatz von Medien – vor allem von Neuen Medien – im Bildungskontext an Schulen und Hochschulen sowie im Unternehmensumfeld. (Quelle: Wikipedia, 28.04.2014) In einer der EduCamps ist dieser sehr anschauliche Beitrag dazu entstanden:

Ich bin gespannt darauf, wie sich Hattingen auf die EduCamp Entwicklung auswirken wird. Immerhin bin ich ein Teil davon 😉 Auf Twitter könnt ihr die Entwicklungen mit dem #echat14 mitverfolgen.

Workshop-Party nach Schillerstraßenart?

Wir werden immer mal wieder zu Workshops eingeladen, in denen wir Multiplikator_innen im Umgang mit der GeoSurfen Software schulen bzw. zusammen mit ihnen konkrete Projekte umsetzen. Dieser Austausch innerhalb des Workshops ist für uns sehr wichtig. Anhand der Fragen der Teilnehmer, durch Beobachtungen und Feedback der Anwesenden können wir viele Erkenntnisse und Anregungen mit in unserer “Basis” nehmen und GeoSurfen immer weiter verbessern, soweit es uns möglich ist.

Workshop-PartyVielen Dank an dieser Stelle noch einmal für Euren ständigen und stetigen Anregungen auf den unterschiedlichsten Plattformen  🙂

In Vorbereitung dieser Workshops wird mit den Organisatoren ein Curriculum abgesprochen, welches wir versuchen abwechslungsreich und zielgruppenorientiert zu gestalten.

Aufgrund der zugrunde liegenden Software “GeoSurfen” haben wir sicherlich einen kleinen Vorteil, da unsere Teilnehmer zwischen den Räumen (Innen und Außen (Stadt-Natur)) hin- und herwechseln. Die Vermittlung der Inhalte und das Kennenlernen der Teilnehmer werden durch die Wechsel aufgelockert und unterstützt. Das Kennenlernen der Teilnehmer untereinander und die Erfahrung als Team lässt sich bspw. über das Spielen einer Wave (Tour) umsetzen. Enthusiastisch, aufgeschlossen und erwartungsfreudig wird dann oft der Workshop gestartet ….. und dann?

…. dann erfolgt oft die Ernüchterung. Oft über mehrere Stunden sitzen die Teilnehmer an der Theorie, feilen an Texten, komponieren Fotos, erstellen Interviews etc. und können es nicht erwarten diese Wave (Tour) nun endlich zu testen.

GeoSurfen

Immer wieder bin ich auf der Suche, diesen Prozess der Erstellung spielerischer zu gestalten.

Heute habe ich im Blog von Christian Spannagel cspannagel, dunkelmunkel & friends eine interessante Anregung gefunden, die ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren werde.

Was ist eine Workshop-Party?

Gefunden hat Christian diese Anregung bei Oliver Tacke (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt teach4TU)  in seinem Blogbeitrag: “Aktives Zuhören in der Schillerstraße”. Oliver
Workshop-Party1ermöglicht den Seminarteilnehmern mit seiner spielerischen Methode, sich aus der künstlichen Seminarumgebung heraus zubewegen und Praxisnah aktives Zuhören zu lernen. Später schreibt er in “Schillerstraße in action!” noch eine eigene Spielanleitung.

Christian hat dieser Idee in seinem Blogartikel “Workshop-Party” ein deutlicheres Gesicht gegeben, in dem er diese in seinem “Flipped-Classroom-Workshop” eingesetzt hat. Was mir besonders an seiner Umsetzung gefällt ist, dass er zwei Gruppen gebildet hat, die gegeneinander spielen. Dadurch spielt nicht jeder gegen jeden und es könnte innerhalb der Teilnehmer ein Zusammengehörigkeitsgefühl beim Spielen entstehen.

Grundidee des Spieles ist:

Jeder Anwesende erhält geheime Aufträge! Diese können per Briefumschlag übergeben oder beispielsweise unter den Stühlen, auf denen die Teilnehmer sitzen, angebracht werden. Die Aufträge enthalten Anweisungen, zum Beispiel “Klaue deinem Sitznachbarn eine Kartoffel vom Teller, ohne dass er es merkt” oder “Starte eine Diskussion zum Thema XY”. Das ist so ähnlich wie das Prinzip der Sendung Schillerstraße, bloß mit freier Zeiteinteilung. Nach dem Essen werden die Aufträge offen gelegt und es hat derjenige gewonnen, der die meisten absolviert hat.

Vorbereitung:

Es sollten Aufträge in der Anzahl der Seminarteilnehmer vorbereitet werden. Werden die Teilnehmer in Teams unterteilt, versuche ich auf ein ausgewogenes Verhältnis der Schwierigkeitsgrade der Aufträge zu achten.

Zudem finde ich die Idee spannend, Aufträge in den Kategorien unterhaltend, inhaltvermittelnd und sozial zu finden, wie bei Oliver und Christian.

Hier findest Du ein paar Vorschläge für Aufträge für GeoSurfen! (Google-Docs)

Umsetzung:

1. Spielregeln erklären:

2. Teambildung: Ich finde es passend zu unserem Inhalt, Teams zu bilden. Es macht mehr Spaß, ist kommunikativer und lehrreicher, wenn man in einer Gruppe eine Wave (Tour) erspielt. Oft ergänzen sich die Kompetenzen der Mitspieler untereinander. Zudem erfährt jeder etwas über sein Team und es lassen sich manchmal nur in Zusammenarbeit bestimmte Aufgaben lösen.

3. Abschluss der Aufträge: Hat jemand seinen Auftrag erfüllt, wird dieser öffentlich an die Tafel etc. geheftet. Dann sehen die anderen, wann/ob sie eines Teil des “Auftrages” waren.. (von tinegoesph)

4. Auswertung: Auf den einzelnen Auftragskarten befinden sich Punkte. Diese werden für jedes Team zusammengerechnet. Es kann ein Sieger gekürt werden 😉

Deutsche Museum Bonn – Demografie erfahren

Heute möchten wir Euch ein Beispiel für den kreativen Einsatz von GeoSurfen aus Bonn vorstellen.

Umsetzung: Demografie erfahren

Zum Wissenschaftsjahr 2013 hat das Deutsche Museum Bonn eine Educaching-Tour mit dem Thema der demografischen Entwicklung verknüpft. “Die demografische Chance” lautet das Motto des diesjährigen Wissenschaftsjahres.

Der demografische Wandel hat auch die Bildungsarbeit des Deutschen Museums Bonn beeinflusst und einen eigen Rap dazu geschrieben:

Diese Educaching-Tour hat Helge David auf GeoSurfen übetragen: direkter Link zur Wave. Er beschreibt diese Tour mit:

“Demografie erfahren! Die Educaching-Tour des Deutschen Museum Bonn führt an Orte, die mit den Themen der demografischen Entwicklung verknüpft sind. Ziel der Entdeckungsreise ist es, unsere Stadt mal mit anderen Augen zu sehen.”

Für diese Tour seid Ihr am besten mit dem Fahrrad unterwegs. Die gesamte Tour dauert etwa 2,5 Stunden.

Hintergrund: Wissenschaftsjahr 2013 – Die demografische Chance:

Unsere Lebenserwartung steigt, während die Zahl der Menschen in Deutschland abnimmt. Lebenslanges Lernen ergänzt Studium und Ausbildung. Unsere Gesellschaft wird vielfältiger. Und: Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich fundamental. Unter dem Motto »Wir leben länger. Wir werden weniger. Wir werden vielfältiger« umreißt das Wissenschaftsjahr 2013 – Die demografische Chance diese Herausforderungen in drei Handlungsfeldern und zeigt, welche Ideen und Lösungen Wissenschaft und Forschung zur aktiven Gestaltung des demografischen Wandels liefern.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit 2000 dienen sie als Plattform für den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft entlang ausgewählter Themen. Der Erfolg der Wissenschaftsjahre basiert auf der Beteiligung zahlreicher Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur in ganz Deutschland.

www.demografische-chance.de

 

 

heute auf der Spielwiese „mobiles Lernen“: interaktive Touren über GeoSurfen

entdecke die Welt

Im Rahmen des Edunautennetzwerks, haben sich  Guido und GeoSurfen (Jana) vor einigen Tagen über einige Aspekte des mobilen Lernens unterhalten und wie deren Umsetzung konkret über GeoSurfen gestaltet werden könnte.

Vielen Dank für das sehr sympathische Gespräch und für die Umsetzung des Interviews, Guido 🙂

MP3

  • 00:00 Begrüßung
  • 1:47 Vorstellung Jana
  • 07:53 Was ist mobiles Lernen?
  • 09:43 Museen und mobiles Lernen
  • 22:56 Didaktik der Kreativität
  • 27:2 mobiles Lernen auf Kindergeburtstagen
  • 29:03 Janas akademischer Backround
  • 30:25 Anatalien
  • 38:49 Die Anfänge von geosurfen
  • 50:19 Begriffsklärung
  • 56:29 Eine Tour erstellen
  • 01:03:40Spielmechanik
  • 01:09:59 Konkrete Beispiele
  • 01:35:12Abschied

Shownotes

Actionen

Danksagung