EduCamp im Herbst 2014 in Hattingen

DGB Tagungszentrum Hattingen

DGB Tagungszentrum Hattingen

Die Sonnenstrahlen schmiegen sich an meine Federn. Ein leichter Frühlingswind trägt Blütenduft zu meiner Nase. Der Teich hier ist allerdings winzig und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Bogenschiessanlage, die direkt am Teich endet, persönlich neben soll. Dennoch bin ich begeistert von diesem Ort. Nachts könnte ich hier auf Eule und Fuchs treffen, wenn sie es nicht auf mich abgesehen hätten. Gestern Nacht hatte ich zumindest ihre Einladungen empfangen.

Aber deswegen bin ich nicht hier. Ich begleite hier im DGB Bildungswerk Hattingen das Treffen einiger Menschen, die das nächste EduCamp (03.10.-05.10.2014) ausrichten wollen. Sie diskutieren aufgeregt, lachen, spielen und immer wieder sind sie auf dem Gelände unterwegs. Sie selbst höre ich sagen, dass sie hier vor neuen Möglichkeiten stehen, die Räume sind vielfältig, laden geradezu zum Experimentieren ein. Auch die Menschengruppe fängt bei dem ersten Mittag an mit den Möglichkeiten zu spielen. 48 h durchgängig soll das EduCamp gehen und diesem Ansatz wollen sie streng verfolgen.


Während ich ihnen lausche, komme ich ins träumen. Die Dynamiken, die aus dem EduCamp hinausgetragen wurden, bilden einen Teil des Anfangs von GeoSurfen. Mit educaching und weiteren experimentellen Einsätzen vom geocaching haben sich meine Gründer lange vor meiner Geburt beschäftigt. Jeder Teilnehmer hatte mit seine Ideen diese experimentellen Ansätze ergänzt.
Als die erste Idee ausformuliert war, durfte ich sogar einen Pitch, der dem EduCamp mit dem Motto „Back to the roots – into the learning future“ vorgelagert war meine Gründer beobachten. Ich war so stolz auf sie, dass sie für mich kämpften.

Aber was ist überhaupt ein EduCamp?

Ein EduCamp ist eine offene Tagung (BarCamp), auf der hauptsächlich medienpädagogische Fragen sowie generell auch Formen und Methoden des Lehren und Lernens behandelt werden. Inhaltlicher Schwerpunkt ist dabei zumeist der Einsatz von Medien – vor allem von Neuen Medien – im Bildungskontext an Schulen und Hochschulen sowie im Unternehmensumfeld. (Quelle: Wikipedia, 28.04.2014) In einer der EduCamps ist dieser sehr anschauliche Beitrag dazu entstanden:

Ich bin gespannt darauf, wie sich Hattingen auf die EduCamp Entwicklung auswirken wird. Immerhin bin ich ein Teil davon 😉 Auf Twitter könnt ihr die Entwicklungen mit dem #echat14 mitverfolgen.

das Hinterlassen von Spuren beim Netzwerken

Du ziehst um und suchst nach netten Leuten in der Umgebung?

Du setzt Dich mit neuen Themen auseinander und findest in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis keinen, mit dem Du Dich darüber austauschen kannst?

Du musst Dich in eine neuen Inhalt / Methode einarbeiten und bist Dir unsicher?

Netzwerkplattformen sind gut geeignet, um mit neuen Leuten der Umgebung oder zu einem bestimmten Thema in Kontakt zu kommen. Davon gibt es einige und sehr unterschiedliche! Für mich haben sich besonders BarCamp Formate und XING Events als ideales Format erwiesen.

An Wochenenden finden fast immer irgendwo BarCamps statt. So wie an diesem Wochenende beispielsweise das EduCamp (auf Twitter #ecfra14) in Frankfurt und das KrisenPRcamp (auf Twitter #krisenprcamp) in Köln veranstaltet wird.

Im nachfolgenden Video erhaltet Ihr einen Eindruck eines EduCamps:

Im Laufe der Zeit entwickeln sich darüber zu einzelnen Personen Beziehungen. Die Stärke von Beziehungen wird dabei von vier Faktoren bestimmt:

  1. gemeinsam verbrachte Zeit
  2. emotionale Intensität
  3. Intimität
  4. Reziprozität bzw. Gegenseitigkeit gemeinsamer Beziehungen

(Quelle: Startup Stuttgart, nach MarkGranovetters Netzwerktheorie in “Netzwerktheorie und Bedeutung für das eigene Netzwerk”, Kathleen Fritzsche, 27.08.2013)

Netzwerk
Bild: Marc Smith unter CC-Lizenz BY-SA 2.0

Kurz zusammengefasst, besagt seine Netzwerktheorie, dass wir u.a. über starke / direkte und schwache / indirekte Beziehungen verfügen.

Auf gemeinsamen Events bilden die schwachen Beziehungen Brücken für den Ausbau des persönlichen Netzwerkes. Sie sind der Motor für die schnelle und umfassende Verbreitung neuer Informationen. Je mehr schwache Beziehungen man hat, desto besser verbreiten sich Informationen zwischen verschiedenen, unabhängigen Gruppen. Über starke Beziehungen jedoch verbreiten sich neue Ideen mangels Neuigkeitsgehalt und äußeren Input viel langsamer.

Aus diesem Grund sind gerade im Networking schwache Beziehungen als Vermittler von großem Wert. Sie können bei neuen Ideen und Informationen bessere Ergebnisse liefern als enge Freunde und Familie, die oftmals die gleichen Interessen teilen und über die gleichen Informationen verfügen wie man selbst. Starke Beziehungen sind zwar motiviert zu helfen, verfügen aber meist nicht über die relevanten Informationen.

Daraus lässt sich auch schließen, dass Kontakte, die auf den ersten Blick und in dem Moment vielleicht uninteressant erscheinen, zu einem späteren Zeitpunkt wichtige Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Netzwerks herstellen können. Deshalb sollte man immer im Kopf behalten, dass die Sekretärin von heute die Projektmanagerin von morgen sein kann.

Nutzen für den Einzelnen und für Unternehmen

(Klenk & Horsch „Drei Checklisten: BarCamps für Unternehmen„, Frank Hamm, 24.04.2013)

 

  • Einar­beitung in neue Themen
    • Auf BarCamps werden Sessions gehalten und oft werden XING-Events mit Vorträgen verbunden. Über diese kann man auf Experten zu dem Thema treffen, die gerne ihr Wissen teilen und dabei auch vom Gegenüber lernen. Denn oft gehen gerade Neu­linge unkon­ven­tionelle Wege und stellen neugie­rige Fragen. Sie als Neuling werden deswegen auf keine Vorbe­halte treffen.
  • Networking und Austausch zu Themen
    • Der lockere Umgangston auf diesen Veranstaltungen erleichtert es, Kontakte zu knüpfen. Diese Kontakte sind »präventiver Wissens­speicher«, auf die man später zurückgreifen kann.
  • Über den Tellerrand schauen
    • Man sollte nicht nur an Events teilnehmen, dessen Themen in den Vorträgen gut bekannt sind. Meine Erfahrung zeigt, dass auch dieses Wissen später einmal sehr hilfreich sein kann.
  • Recruiting
    • Für ein Unternehmen ist ein Event eine gute und meistens kosten­günstige Möglichkeit, nach zukünftigen Mitarbeitern und Kunden Ausschau zu halten.
  • Image und Reputation
    • Der einzelne Einzelnen kann zeigen, dass er / sie in einem  modernen Unter­nehmen arbeiten, das sich mit aktuellen Themen und Trends beschäftigt, und dass kompe­tente Mitarbeiter wertvolle Beiträge einbringen können
  • Sponsoring
    • Für Unternehmen ist es jedoch zusätzlich möglich noch viel mehr in den Vordergrund zu rücken, indem das Unternehmen mit seinen Inhalten dem passenden Event finanziell entgegen kommt.
  • Orga­nisieren
    • Wenn es kein passendes Thema für das Unter­nehmen existiert, dann kann es selbst versuchen ein passendes Event zu orga­nisieren. Wenn ein Unternehmen beispiels­weise dazu den Veranstaltungs­ort in den eigen Räumlichkeiten sponsort, ist dem Unternehmen die volle Aufmerk­samkeit der Besucher gewiss.

. .. egal ob jedoch BarCamps oder über Xing Events

Was mir in negativ auffällt!

No Show Rates hinterlassen dabei einen schlechten Ruf

BarCamps oder XING Events werden zu niedrigen Kosten oder ehrenamtlich Events organisiert, manchmal gehen die Organisatoren sogar in Vorkasse und manchmal bildet das Event den Abschluss langer Verhandlungen, um den Teilnehmen etwas Besonderes bieten zu können.

Das muss gewürdigt werden. Durch Anwesenheit. Durch Pünktlichkeit.

Und dann ist der Tag da und ein Teil der Angemeldeten erscheint nicht. Hierbei handelt es sich um die sogenannten No Show Rates!

Folgen (Rene’s Blog „No-Show in BarCamps„, 11.04.2013):

  • mit dem Verhandlungspartner (sei es Veranstaltungsort / sei es der Caterer / …)
  • in der Gruppe, da sich die Gruppe vor Ort ständig für das Verhalten der fehlenden und damit der anschließenden Fehlkalkulation entschuldigen muss
  • Events werden mit Vorkasse abgewickelt, womit der Aufwand der Organisatoren wächst
  • es werden Schutzgebühren erhoben, um mögliche Ausfälle für die Verhandlungspartner kompensieren zu können

Negativ fallen solche No-Show-Raten auch den Sponsoren auf, die auch von mehr Teilnehmern ausgegangen sind und sich entsprechende Effekte versprochen haben. So besteht dann die Gefahr, dass Sponsoren sich aus dem Sponsoring zurückziehen und solche Veranstaltungen in ihrer Existenz gefährdet sind.(Torsten Maue, 15.10.2012)

Link:

Bsp. XING-Event „Frühstück auf dem Schloss Vaalsbroek“ (11.04.2014)

Was ich von der Tourismusbranche und ihrem BarCamp #tce14 mitnehme:

Mein erstes BarCamp in diesem Jahr, das TourismusCamp7, führte mich nach Eichstätt. Dieses BarCamp hat mich sehr positiv überrascht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Bei dem TourismusCamp handelt es sich um ein BarCampformat, auf dem Wissenschaftler, Techniker, Touristiker, Social Media Spezialisten, Praxis aus Hotels und Destination (wusste gar nicht, dass diese Trennung derart starkt gemacht werden) und Studierende die Gelegenheit nutzen können, um in einer sehr angenehmen Atmosphäre, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen, innovative Ansätze und Produkte austauschen zu können. Dieser Mix führt zu inhaltlichen Diskussionen, von der alle Beteiligten etwas mitnehmen, wie auch dem Gefühl der Beteiligten die Entwicklungen mitgestalten zu können. Das TourismusCamp wird von einem offenen und diskussionskritischen Geist getragen, der den Willen hat neue Erkenntnisse und Entwicklungen für sich in der Praxis nutzbar machen zu wollen.

(Florian Bauhuber  –  Tourismuszukunft // Ulrich Eckert – Holiday Insider // Prof. Dr. Hans Hopfinger – Lehrstuhl für Kulturgeographie )

Das TourismusCamp ist eher ein kleineres BarCamp und erschien daher auf mich auch eher als Familientreffen. Allerdings eine Familie, in der Neue sehr willkommen geheißen und aufgenommen werden. Dementsprechend eignet sich im Nachhinein gesehen auch Eichstätt als Austragungsort. Eichstätt ist eine kleine Stadt (auf mich wirkt sie an einigen Stellen sogar dörflich) in der man innerhalb von wenigen Minuten jeden Ort erreichen kann und auf den Straßen von den Einwohnen gegrüßt wird. Dennoch wirkt sie durch den Bistumssitz erhaben, stolz und filigran.

2014-01-19 14.30.54

Besonders beeindruckend auf dem TorismusCamp empfand ich die sehr positiven und konstruktiven Reaktionen auf Einwände, Kritik oder ähnliches. Ebenso beeindruckte mich die von sich aus angestoßenen Selbstreflexionen immer wieder. Viele BarCamper schreiben sich diese Haltung zwar auf die „eigene Fahne“, realisieren und damit einen Raum des Zutrauens und Miteinbringens schaffen jedoch nicht immer alle.

Vielen Dank für den Austausch mit euch 🙂 und die wunderbare Einführung in die Welt des TourismusCamps.

Im Nachfolgenden fasse ich ein paar Eindrücke zusammen, die ich aus dem BarCamp für mich mitnehmen möchte:

Schöne Anregungen:

  • Twitter-Café: Die Verköstigung der Teilgebenden auf dem #tce14 war Dank der Sponsoren hervorragend. Das Buffet bot mir ständig eine leckere Auswahl an Getränken und Snacks an. Die Idee des Twitter-Cafés hat mich nachhaltig begeistert. Für einen Tweet gab @bodenseepeter  bereitwillig sehr leckeren Espresso aus. Postete man für das #tce14 einen Tweet mit Bild erhielt man sogar einen leckeren Cappuccino. Diese Idee kann ich anderen BarCamps nur empfehlen.
  • Blogbeitrag „Die Espresso-Strategie des Barcampista2014-01-18 09.34.40

 

 Was nehme ich aus den einzelnen Sessions mit?

  • #Fotostries #storytelling
  •  #lbs #marketing
    • geosurfen: Outdoor Adventure (mobile game), welches ebenso location based marketing / service und White-Label Umsetzungen anbietet
    • Potenzielle Kunden können über Gamificaion direkt in das Geschäft / Ausstellung navigiert werden. Damit setzt man für die Zielgruppe Anreize zu Impulskäufen oder investiert in die Kundenbindung durch sogenannte Loyalitäts- und Bonusprogramme.
    • Ortsbezogene mobile Coupons können gegen Produkte und Preisnachlässe eingetauscht werden.
    • Ideen von dem Unstrut-Radweg: für verschiedene Radwege sammelt der Radler Sammelkarten, die dann mit einem Bonusprogramm verbunden werden

Weitere Sessions können hier nachgesehen werden:

weitere Tweets, die ich interessant fand:

  • @stefan_niemeyer „Mobile Optimierung verdoppelt Produktionskosten und senkt den Profit trotz Multi-Device Tracking“
  • @BenjaminKrauss „Barcamp ist Horizont-Erweiterung“
  • @ClaudiaGunkel „Meine Wortmeldung ist leider nicht gesehen worden, um diese Grafik zum Thema #Content & Kanäle vorzustellen #tce14“
  • @an_we „@carolinhinz Geniale Kombi. Von Winzerhof zu Winzerhof mit dem Rad quer durch #Rheinhessen z.B./cc @travellerblog“
  • @kwentin „#tce14 nicht menschlicher traffic: fast 62% vom web! Kostentreiber! #cpc“
  • @Sabine_MD „@ma_crossmedia aktuelle Session beim #Tourismuscamp Entwicklung mobile traffic – bestätigt die mobile first Strategie #tce14!
  • @StefanieDehler „Mobile ist ein Vergrößerungsglas für besehende usability Probleme #tce14“
  • @RobertLeiter „Build mobile first experiences #tce14“
  • @RobertLeiter “Smartphone vor Ort sehr wichtig, in der Urlaubsplanung nicht so stark #tce14”

#Dank #Sponsoren

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Rückblick zu der Session: “LBS Potenziale am POS”

Rückblick zu der Session (auf dem CommunityCamp 2013 in Berlin): “LBS Potenziale am POS

Angeboten wurde die Session von Nastasja Heuer und Christian Schwinden, zu der sich sich zahlreiche Interessierte eingefunden hatten. Beide Session-Ideengeber haben versucht die barcamp Regeln in dieser Session zu integrieren und nicht so sehr vor den Interessierten einen Vortrag zu halten, sondern mit den Anwesenden in einen regen Austausch zu gelangen. Durch gezielte Fragen zu gegenwärtigen und zukünftigen Services von LBS versuchten sie die Zuhörer zu Teilgebern zu transformieren. Ideal finde ich eine Session auf einem barcamp, wenn die Frontaktivität bei wenigen Prozenten liegt. Karl Heinz Pape erklärt in seinem Blogbeitrag zum CommunityCamp, dass diese Frontaktivität bei etwa 10 % liegen sollte.

Nastasja und Christian arbeiten beide an der Integration und Potenzialentdeckung- bzw. -verwirklichung von Location Based Services (kurz: LBS genannt) bei Rossmann. Rossmann war zugleich einer der zahlreichen Sponsoren auf dem CommunityCamp.

rossmann

Was für LBS Plattformen waren den Anwesenden bekannt?

  • Gowalla (wurde 2011 von Facebook übernommen, wobei mit der Übernahme die Marktführung angestrebt wurde, letztendlich aber gescheitert ist (Social Media Marketing Blog))
  • Latitude (Funktion: Freunde zu in Echtzeit zu orten – wurde im August 2013 eingestellt (Cashys Blog))
  • Yelp (vor Kurzem noch Qype, welches dann mit Yelp zu einem Dienst unter dem Dach von Google verband (netzwertig.com))
  • Dailyplaces (hat Insolvenz angemeldet (netzwertig.com))
  • Fousquare (Marktführer! Schon oft wurde der Einbruch für Foursquare vorausgesagt, gerade in Bezug zur Einstellung von Gowalla und Latitude, doch entgegen aller Prognosen behauptet sich Foursquare weiterhin am Markt. Mit seinen Badges und Punktesystemen, die der User bei Check Ins erhält, bindet der Dienst seine User durch Gamification Elemente)
  • Google (über Google Maps kann der User gleichzeitig nach Orten suchen und erfährt die Bewertungen anderer Besucher zu diesen Orten. Während der Session höre ich immer wieder, dass es sich bei Google um ein unterschätztes LBS handelt.)
  • Golocal (Bewertungsplattform und Partner von Das Örtliche, Das Telefonbuch und Gelbe Seiten)
  • Tripadvisor (Bewertungsplattform auf der individuelle Reiseberichte und Bewertungen zu Hotels abgegeben werden können)

Welche Marketingpotenziale bieten LBS Plattformen?

Christian bezeichne in seinem Blogbeitrag zur Session digitales Marketing am Point of Sale als ein spannendes Feld, das bislang aber weder durch entsprechende Technik, noch durch angelerntes Userverhalten zufriedenstellend gelöst ist. Gerade deswegen sieht er im ortsbasierten Marketing eine goldene Zukunft. Dabei bezeichnet er Foursquare als eine Plattform mit dem größten Potenzial aus der Unternehmensperspektive. Entscheidend im effektiven Marketing ist die  technologische Entwicklung und Öffnung verschiedener Dienste und die Smartphonenutzung durch die User. Aktuell besitzen laut der aktuellen Studie des BVDM und der TNS Infratest 62 % aller Einwohner Deutschlands ein Smartphone. Die Tendenz ist steigend, wenn man sich die Smartphoneverbreitung und -akzeptanz bei Jugendlichen anschaut.lbs

Allerdings steht die Nutzung von Foursquare mit seinen Rabatt-Aktionen und Hinweismöglichkeiten auf Aktionen im Vordergrund. Dennoch ist Foursquare noch nicht im Mainstream angekommen.

Christians Fazit war: LBS werden immer als Satellit neben den großen Netzwerken existieren.

Die heutige Nutzung von LBS basiert auf drei verschiedenen Nutzungsmotivationen:

  1. Service
  2. Entertainment
  3. Informationen

Kann LBS ein soziales Netzwerk sein?

In der Session wird diese Frage lebhaft diskutiert. Konsens findet die Gruppe darüber, dass LBS sich allein von ihrer Veranlagung nicht als soziale Netzwerke eignen. Mostafa Akbari hat sich über Twitter an der Diskussion aus Aachen beteiligt und wies darauf hin, dass Foursquare eher eine lokale Suchmaschine sei. Im Laufe der Zeit hat Foursquare allerdings sein Produkt basierend auf dem Verhalten der Nutzer verändert und mit sozialen und kommunikativen Elementen erweitert.

Welche Rolle kommt LBS in der Tourismusbranche zu?

Empfehlungen im Internet haben in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Klassische Sehenswürdigkeiten verlieren im Netz ihre Strahlkraft. Bewertungsportale verändern den Tourismus, da sich hier viele Hobbykritiker mit ihren eigenen Erfahrungen und Insidertipps austauschen. Somit verändern sich touristische Attraktionspunkte und Orte abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten rücken für netzaffine Besucher immer mehr in das Blickfeld.

Fazit:

  1. Qype Gründer Stephan Uhrenbacher warnt vor der so genannten Mainstream-Falle. Auf den so genannten Bewertungsportalen wollen alle zusammen individuell sein und würden gerade deswegen einen digitalen Einheitsbrei schaffen. Hierbei handelt es sich um das Grundproblem von Bewertungsportalen.
  2. Für eine positive Entwicklung von LBS Services in Deutschland bedarf es kostenfreie W-LAN-Netze, welche vor allem für Besucher aus dem Ausland wichtig sind.