Was ich von der Tourismusbranche und ihrem BarCamp #tce14 mitnehme:

Mein erstes BarCamp in diesem Jahr, das TourismusCamp7, führte mich nach Eichstätt. Dieses BarCamp hat mich sehr positiv überrascht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Bei dem TourismusCamp handelt es sich um ein BarCampformat, auf dem Wissenschaftler, Techniker, Touristiker, Social Media Spezialisten, Praxis aus Hotels und Destination (wusste gar nicht, dass diese Trennung derart starkt gemacht werden) und Studierende die Gelegenheit nutzen können, um in einer sehr angenehmen Atmosphäre, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen, innovative Ansätze und Produkte austauschen zu können. Dieser Mix führt zu inhaltlichen Diskussionen, von der alle Beteiligten etwas mitnehmen, wie auch dem Gefühl der Beteiligten die Entwicklungen mitgestalten zu können. Das TourismusCamp wird von einem offenen und diskussionskritischen Geist getragen, der den Willen hat neue Erkenntnisse und Entwicklungen für sich in der Praxis nutzbar machen zu wollen.

(Florian Bauhuber  –  Tourismuszukunft // Ulrich Eckert – Holiday Insider // Prof. Dr. Hans Hopfinger – Lehrstuhl für Kulturgeographie )

Das TourismusCamp ist eher ein kleineres BarCamp und erschien daher auf mich auch eher als Familientreffen. Allerdings eine Familie, in der Neue sehr willkommen geheißen und aufgenommen werden. Dementsprechend eignet sich im Nachhinein gesehen auch Eichstätt als Austragungsort. Eichstätt ist eine kleine Stadt (auf mich wirkt sie an einigen Stellen sogar dörflich) in der man innerhalb von wenigen Minuten jeden Ort erreichen kann und auf den Straßen von den Einwohnen gegrüßt wird. Dennoch wirkt sie durch den Bistumssitz erhaben, stolz und filigran.

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Besonders beeindruckend auf dem TorismusCamp empfand ich die sehr positiven und konstruktiven Reaktionen auf Einwände, Kritik oder ähnliches. Ebenso beeindruckte mich die von sich aus angestoßenen Selbstreflexionen immer wieder. Viele BarCamper schreiben sich diese Haltung zwar auf die „eigene Fahne“, realisieren und damit einen Raum des Zutrauens und Miteinbringens schaffen jedoch nicht immer alle.

Vielen Dank für den Austausch mit euch 🙂 und die wunderbare Einführung in die Welt des TourismusCamps.

Im Nachfolgenden fasse ich ein paar Eindrücke zusammen, die ich aus dem BarCamp für mich mitnehmen möchte:

Schöne Anregungen:

  • Twitter-Café: Die Verköstigung der Teilgebenden auf dem #tce14 war Dank der Sponsoren hervorragend. Das Buffet bot mir ständig eine leckere Auswahl an Getränken und Snacks an. Die Idee des Twitter-Cafés hat mich nachhaltig begeistert. Für einen Tweet gab @bodenseepeter  bereitwillig sehr leckeren Espresso aus. Postete man für das #tce14 einen Tweet mit Bild erhielt man sogar einen leckeren Cappuccino. Diese Idee kann ich anderen BarCamps nur empfehlen.
  • Blogbeitrag „Die Espresso-Strategie des Barcampista2014-01-18 09.34.40

 

 Was nehme ich aus den einzelnen Sessions mit?

  • #Fotostries #storytelling
  •  #lbs #marketing
    • geosurfen: Outdoor Adventure (mobile game), welches ebenso location based marketing / service und White-Label Umsetzungen anbietet
    • Potenzielle Kunden können über Gamificaion direkt in das Geschäft / Ausstellung navigiert werden. Damit setzt man für die Zielgruppe Anreize zu Impulskäufen oder investiert in die Kundenbindung durch sogenannte Loyalitäts- und Bonusprogramme.
    • Ortsbezogene mobile Coupons können gegen Produkte und Preisnachlässe eingetauscht werden.
    • Ideen von dem Unstrut-Radweg: für verschiedene Radwege sammelt der Radler Sammelkarten, die dann mit einem Bonusprogramm verbunden werden

Weitere Sessions können hier nachgesehen werden:

weitere Tweets, die ich interessant fand:

  • @stefan_niemeyer „Mobile Optimierung verdoppelt Produktionskosten und senkt den Profit trotz Multi-Device Tracking“
  • @BenjaminKrauss „Barcamp ist Horizont-Erweiterung“
  • @ClaudiaGunkel „Meine Wortmeldung ist leider nicht gesehen worden, um diese Grafik zum Thema #Content & Kanäle vorzustellen #tce14“
  • @an_we „@carolinhinz Geniale Kombi. Von Winzerhof zu Winzerhof mit dem Rad quer durch #Rheinhessen z.B./cc @travellerblog“
  • @kwentin „#tce14 nicht menschlicher traffic: fast 62% vom web! Kostentreiber! #cpc“
  • @Sabine_MD „@ma_crossmedia aktuelle Session beim #Tourismuscamp Entwicklung mobile traffic – bestätigt die mobile first Strategie #tce14!
  • @StefanieDehler „Mobile ist ein Vergrößerungsglas für besehende usability Probleme #tce14“
  • @RobertLeiter „Build mobile first experiences #tce14“
  • @RobertLeiter “Smartphone vor Ort sehr wichtig, in der Urlaubsplanung nicht so stark #tce14”

#Dank #Sponsoren

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    • hubermedia
    • salzburgerland
    • ic-tourismus-2 (1)
    • hol_wbm_xl_rgb
    • Druck
    • ÖW
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    • Smartcheck-LogoLogo-v1-Full-Color
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Rückblick zu der Session: “LBS Potenziale am POS”

Rückblick zu der Session (auf dem CommunityCamp 2013 in Berlin): “LBS Potenziale am POS

Angeboten wurde die Session von Nastasja Heuer und Christian Schwinden, zu der sich sich zahlreiche Interessierte eingefunden hatten. Beide Session-Ideengeber haben versucht die barcamp Regeln in dieser Session zu integrieren und nicht so sehr vor den Interessierten einen Vortrag zu halten, sondern mit den Anwesenden in einen regen Austausch zu gelangen. Durch gezielte Fragen zu gegenwärtigen und zukünftigen Services von LBS versuchten sie die Zuhörer zu Teilgebern zu transformieren. Ideal finde ich eine Session auf einem barcamp, wenn die Frontaktivität bei wenigen Prozenten liegt. Karl Heinz Pape erklärt in seinem Blogbeitrag zum CommunityCamp, dass diese Frontaktivität bei etwa 10 % liegen sollte.

Nastasja und Christian arbeiten beide an der Integration und Potenzialentdeckung- bzw. -verwirklichung von Location Based Services (kurz: LBS genannt) bei Rossmann. Rossmann war zugleich einer der zahlreichen Sponsoren auf dem CommunityCamp.

rossmann

Was für LBS Plattformen waren den Anwesenden bekannt?

  • Gowalla (wurde 2011 von Facebook übernommen, wobei mit der Übernahme die Marktführung angestrebt wurde, letztendlich aber gescheitert ist (Social Media Marketing Blog))
  • Latitude (Funktion: Freunde zu in Echtzeit zu orten – wurde im August 2013 eingestellt (Cashys Blog))
  • Yelp (vor Kurzem noch Qype, welches dann mit Yelp zu einem Dienst unter dem Dach von Google verband (netzwertig.com))
  • Dailyplaces (hat Insolvenz angemeldet (netzwertig.com))
  • Fousquare (Marktführer! Schon oft wurde der Einbruch für Foursquare vorausgesagt, gerade in Bezug zur Einstellung von Gowalla und Latitude, doch entgegen aller Prognosen behauptet sich Foursquare weiterhin am Markt. Mit seinen Badges und Punktesystemen, die der User bei Check Ins erhält, bindet der Dienst seine User durch Gamification Elemente)
  • Google (über Google Maps kann der User gleichzeitig nach Orten suchen und erfährt die Bewertungen anderer Besucher zu diesen Orten. Während der Session höre ich immer wieder, dass es sich bei Google um ein unterschätztes LBS handelt.)
  • Golocal (Bewertungsplattform und Partner von Das Örtliche, Das Telefonbuch und Gelbe Seiten)
  • Tripadvisor (Bewertungsplattform auf der individuelle Reiseberichte und Bewertungen zu Hotels abgegeben werden können)

Welche Marketingpotenziale bieten LBS Plattformen?

Christian bezeichne in seinem Blogbeitrag zur Session digitales Marketing am Point of Sale als ein spannendes Feld, das bislang aber weder durch entsprechende Technik, noch durch angelerntes Userverhalten zufriedenstellend gelöst ist. Gerade deswegen sieht er im ortsbasierten Marketing eine goldene Zukunft. Dabei bezeichnet er Foursquare als eine Plattform mit dem größten Potenzial aus der Unternehmensperspektive. Entscheidend im effektiven Marketing ist die  technologische Entwicklung und Öffnung verschiedener Dienste und die Smartphonenutzung durch die User. Aktuell besitzen laut der aktuellen Studie des BVDM und der TNS Infratest 62 % aller Einwohner Deutschlands ein Smartphone. Die Tendenz ist steigend, wenn man sich die Smartphoneverbreitung und -akzeptanz bei Jugendlichen anschaut.lbs

Allerdings steht die Nutzung von Foursquare mit seinen Rabatt-Aktionen und Hinweismöglichkeiten auf Aktionen im Vordergrund. Dennoch ist Foursquare noch nicht im Mainstream angekommen.

Christians Fazit war: LBS werden immer als Satellit neben den großen Netzwerken existieren.

Die heutige Nutzung von LBS basiert auf drei verschiedenen Nutzungsmotivationen:

  1. Service
  2. Entertainment
  3. Informationen

Kann LBS ein soziales Netzwerk sein?

In der Session wird diese Frage lebhaft diskutiert. Konsens findet die Gruppe darüber, dass LBS sich allein von ihrer Veranlagung nicht als soziale Netzwerke eignen. Mostafa Akbari hat sich über Twitter an der Diskussion aus Aachen beteiligt und wies darauf hin, dass Foursquare eher eine lokale Suchmaschine sei. Im Laufe der Zeit hat Foursquare allerdings sein Produkt basierend auf dem Verhalten der Nutzer verändert und mit sozialen und kommunikativen Elementen erweitert.

Welche Rolle kommt LBS in der Tourismusbranche zu?

Empfehlungen im Internet haben in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Klassische Sehenswürdigkeiten verlieren im Netz ihre Strahlkraft. Bewertungsportale verändern den Tourismus, da sich hier viele Hobbykritiker mit ihren eigenen Erfahrungen und Insidertipps austauschen. Somit verändern sich touristische Attraktionspunkte und Orte abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten rücken für netzaffine Besucher immer mehr in das Blickfeld.

Fazit:

  1. Qype Gründer Stephan Uhrenbacher warnt vor der so genannten Mainstream-Falle. Auf den so genannten Bewertungsportalen wollen alle zusammen individuell sein und würden gerade deswegen einen digitalen Einheitsbrei schaffen. Hierbei handelt es sich um das Grundproblem von Bewertungsportalen.
  2. Für eine positive Entwicklung von LBS Services in Deutschland bedarf es kostenfreie W-LAN-Netze, welche vor allem für Besucher aus dem Ausland wichtig sind.

Eindrücke von der gamescom

auf Arbeit

In diesem Jahr war die gamescom wohl ein großer Erfolg. Unzählige spannende Neuheiten wurden bekannt gegeben, Informationen ausgetauscht und Beziehungen geknüpft. Recht schnell waren die Tageskarten ausverkauft.

„Next Generation of Gaming“, so lautet das Leitmotiv der Gamescom, die vom 21. bis 25. August in Köln stattfand. Nach Auffassung vom „Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware“ (BIU), der die Gamescom ausrichtet, befindet sich die Spielebranche derzeit in einem umfassenden Wandel. Folgende Kennzeichen sollen zukünftige Spiele auszeichnen:

  1. Spiele, die nach unbekannten Mustern gestaltet sind
  2. Spiele mit Interaktionen auf Sozialen Netzwerken
  3. Spiele, die örtlich ungebunden sind
  4. Spiele mit mehreren Personen
  5. Bezug von Spielen zu Filmen (Bsp.: “Beyond Two Souls”, welches im Oktober erscheinen soll und laut Trailer und Aussage der Entwickler die Grenzen zwischen Spiel und Film verschwimmen lassen soll.)

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der Kamp der Giganten bei den Spielekonsolen?

Doch die wohl größte Frage, die sich momentan die gesamte Gaming-Branche stellt ist, wer letztendlich das große Rennen macht! Nicht nur die neue Xbox One, auch die demnächst erscheinende PS4 und die WiiU kämpfen schon jetzt um die Aufmerksamkeit der Käufer. Denn welche der drei neuen Konsolen demnächst die Massen erobern wird, steht derzeit noch offen. Alle Konsolen wollen den Spielern eine intensivere Spielerfahrung bieten, etwa durch weiter verbesserte und nun noch sensiblere Bewegungssensoren wie der Kinect-Sensor in der Xbox One. Auch erhöht sich der Grad der Vernetzung: Sonys PlayStation 4 erlaubt, das Spielgeschehen aufzuzeichnen und die Videos direkt in die sozialen Netzwerke zu stellen.

Cross Plattform als Trend

Die Zeiten, in denen man sein Computer- oder Videospiel völlig allein gespielt hat, sind längst vorbei. Heute wird gemeinsam gespielt, vernetzt über das Internet.  Die Spiele der neuen Generation kann man überall spielen, zu Hause auf der Konsole oder unterwegs auf dem Tablet.

mobile Games

Auch Mobile Games sind weiter ein Trend, Spiele, die unterwegs gespielt werden können, auf dem Smartphone oder dem Tablet. Auch Mobile Games werden anspruchsvoller. Außerdem unterstützen Mobile Games den Cross-Plattform-Trend: Mit dem Smartphone oder Tablet ins Spielgeschehen anderer Gamer eingreifen, auch von unterwegs, das wird zunehmend populärer. Natürlich müssen die Spiele erkennen können, welche Plattform der einzelne Spieler benutzt. Denn unterwegs mit dem Touchscreen sind andere Dinge möglich (oder nicht möglich) als zu Hause an der Konsole.

Das Jugendforum NRW bot passend dazu eine Spiele Ralley auf der gamescom an. Das Prinzip der Spiele Ralley ist einfach: Die Teilnehmer müssen sich an verschiedenen Stationen verschiedenen Challenges stellen, durch die sie jeweils Badgets gewinnen und damit Punkte sammeln. Diese bekommen sie, in dem sie die QR-Codes, die an den Stationen sind, einscannen und damit direkt auf die Website der Spiele Ralley kommen. Das Team, das am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

social Games

Ein weiterer Trend sind Social Games. Die Spieler tauschen sich intensiver als jemals zuvor miteinander aus, sie veröffentlichen Spielstände auf Facebook und Co. und diskutieren Spielverläufe. Außerdem können fremde Spieler ins eigene Spielgeschehen eingreifen. Ein unvorhersehbares Spielgeschehen ist die Folge, was die meisten Spieler mögen.